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Strategisches Lieferantenmanagement

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Im Leitfaden "Strategisches Lieferantenmanagement" erfahren die Leser neben allgemeinen Informationen zum Thema auch in Managementsysteme im Lieferantenmanagement ein. Herausgegeben wurde der Leitfaden vom Bundesverband Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik e.V.

5 Nachhaltigkeit in der

5 Nachhaltigkeit in der Beschaffung Unternehmen müssen vermehrt die Erfüllung sozialer, ökologischer und ökonomischer Standards nachweisen. Dieser Nachweis muss jedoch nicht nur für das eigene Unternehmen, sondern ebenso für dessen Zulieferer erbracht werden. Der Einkauf steht vor der Herausforderung, diese Prüfung nicht nur für die direkten Lieferanten durchzuführen, sondern für möglichst viele Vorstufen in der Wertschöpfungskette. Doch aus welchen Gründen finden in den Unternehmen Aktivitäten zur Nachhaltigkeit statt und welche Zielsetzungen sollen damit verfolgt werden? Gründe für Nachhaltigkeitsaktivitäten/Ziele Befriedigung von externen und internen Kunden Absicherung Erfüllen von gesetzlichen Forderungen Reputation Umwelt- und Energiemanagement gesellschaftliche Verantwortung Suche nach alternativen Ressourcen Der Begriff Nachhaltigkeit wird meist in drei Aspekte untergliedert: sozial, ökologisch und ökonomisch. Der Fokus liegt in den Unternehmen häufig auf den ökonomischen Aspekten, da hier oft die meiste Kompetenz vorliegt. 31 soziale Aspekte ökologische Aspekte ökonomische Aspekte Abbildung 17: Nachhaltigkeitsaspekte 31 360report GmbH, http://www.360report.org/de/ (letzter Aufruf: Juni 2017) 36

Um die drei Aspekte der Nachhaltigkeit näher zu definieren, gibt die nachfolgende Tabelle weitere Beispiele zur Konkretisierung: Nachhaltigkeit in der Beschaffung Ökonomische Aspekte Prozessstabilität zukunftsfähige und ressourcenschonende Produktionsverfahren Planungssicherheit nachhaltige Produktentwicklung Wettbewerbsfähigkeit langfristige Kosteneinsparungen Stärkung der Region Soziale Aspekte Verantwortung gegenüber der Gesellschaft Erfüllung gesetzlicher Forderungen/eigener ethischer Ansprüche/Mindestlohnbestimmungen Arbeitsbedingungen/Arbeitsschutz/Arbeitssicherheit (auch bei Auftragnehmern) soziale Verantwortung gegenüber Mitarbeitern Stärkung der Region Ökologische Aspekte zukunftsfähige und ressourcenschonende Produktionsverfahren Umweltschonung Stärkung der Region Umweltschutzgesetze/Auflagen/Normen Die oben genannten Aspekte können für den Einkauf noch weiter spezifiziert werden, wie die nachfolgende Tabelle zeigt. Zudem erfolgt eine Clusterung, welche Aspekte tatsächlich aufgrund gesetzlicher Vorgaben umgesetzt werden müssen und welche aufgrund von (Unternehmens-)Normen umgesetzt werden sollten. Die meisten Aspekte unterliegen jedoch einer freiwilligen Umsetzung. Bei der Umsetzung von Nachhaltigkeitsmaßnahmen im Unternehmen sollte zunächst deren Tiefe über die Lieferkette definiert werden. Eine Prüfung der Nachhaltigkeitsaspekte über alle Lieferanten der Lieferkette hinweg ist aufgrund des zeitlichen Aufwandes und der fehlenden Transparenz nicht möglich. Eine Prüfung sollte daher so weit wie möglich erfolgen, danach sollte die Verantwortung an die (Vor-)Lieferanten übertragen werden. Eine pauschale Aussage zur Gewichtung der drei Nachhaltigkeitsaspekte kann nicht getroffen werden. Sowohl die Gewichtung als auch die Tiefe der Prüfung müssen unternehmensabhängig und individuell definiert werden. Ebenso ist es wichtig, dass das Thema Nachhaltigkeit im Gesamtunternehmen verankert ist und nicht nur von einzelnen Abteilungen vorangetrieben wird. Unternehmen versuchen vermehrt, durch unterschiedliche Maßnahmen ihr Beschaffungsportfolio nachhaltig zu gestalten. So streben sie beispielsweise langfristige Lieferantenbeziehungen an und führen Nachhaltigkeits-Assessments mit ihren Lieferanten durch beziehungsweise Audits vor Ort. Durch die Erstellung von Black Lists oder die Definition eines Freigabeprozesses können Produkte ausgeschlossen werden, die die Nachhaltigkeitsaspekte nicht erfüllen. Auch die Logistik des Lieferanten kann auf Nachhaltigkeit geprüft werden. 37

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