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Strategisches Lieferantenmanagement

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Im Leitfaden "Strategisches Lieferantenmanagement" erfahren die Leser neben allgemeinen Informationen zum Thema auch in Managementsysteme im Lieferantenmanagement ein. Herausgegeben wurde der Leitfaden vom Bundesverband Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik e.V.

Zum Zwecke der

Zum Zwecke der Lieferantenklassifizierung stehen folgende Tools und Hilfsmittel zur Verfügung: Portfolioanalyse ABC-Analyse Preferred-Supplier-Methode Risikoeinschätzung XYZ-Analyse (eher mit Warengruppenbezug) An dieser Stelle bietet sich eine Verknüpfung von Lieferantenmanagement und Warengruppenmanagement an. Eine Möglichkeit ist die Zusammenführung von Lieferanten- und Warengruppenstrategie mithilfe der zuvor vorgestellten Portfolioanalyse. Zur Ableitung der Lieferantenstrategie werden die Lieferanten zunächst klassifiziert und im Lieferantenportfolio – oder auch Beschaffungsquellenportfolio 21 – eingeordnet ( Abb. 5). Die Vorgehensweise zur Ableitung der Warengruppenstrategie ist identisch. Auch hier erfolgt eine Klassifizierung der verschiedenen Warengruppen in einem Warengruppenportfolio – oder auch Beschaffungsgüterportfolio. 22 Versorgungsrisiko - + strategische Materialien Engpassmaterialien Standardmaterialien Hebelmaterialien - + strategische Bedeutung/ Einkaufsvolumen Abbildung 8: Warengruppenportfolio Eine Integration dieser beiden Portfolios gelingt in einem dritten kombinierten, dem sogenannten Beschaffungsgüter-/Beschaffungsquellenportfolio. 23 Hierin sind die unterschiedlichen Normstrategien für Lieferanten und Warengruppen aufgeführt. 21 Horst Wildemann, Das Konzept der Einkaufspotenzialanalyse – Bausteine und Umsetzungsstrategien, erschienen in: Handbuch Industrielles Beschaffungsmanagement (2002) 22 Horst Wildemann, Das Konzept der Einkaufspotenzialanalyse – Bausteine und Umsetzungsstrategien, erschienen in: Handbuch Industrielles Beschaffungsmanagement (2002) 23 Horst Wildemann, Das Konzept der Einkaufspotenzialanalyse – Bausteine und Umsetzungsstrategien, erschienen in: Handbuch Industrielles Beschaffungsmanagement (2002) 24

Kreislauf des Lieferantenmanagements Abbildung 9: Beschaffungsgüter-/Beschaffungsquellenportfolio 3.4 Entwicklung Lieferantenentwicklung Entwicklung bedeutet Veränderung – dies gilt auch im Lieferantenmanagement. Unternehmen entwickeln sich ständig weiter und unterliegen einem stetigen Wandel. Dies wird auch von den Lieferanten erwartet. Der Begriff Lieferantenentwicklung bezeichnet die Entwicklung und Verbesserung enger, partnerschaftlicher und langfristiger Beziehungen zwischen Kunden und Lieferanten. 24 Im Rahmen der Lieferantenentwicklung ist eine gewisse Eigeninitiative des Lieferanten wünschenswert, jedoch erfolgt auch eine aktive Unterstützung durch den Kunden. Die Lieferantenentwicklung bedeutet einen direkten Eingriff beim Zulieferunternehmen mit dem Ziel, dessen Leistungsfähigkeit zu steigern. Im Optimalfall bringen beide Seiten ihr Wissen sowie Ideen und Vorschläge ein und erarbeiten gemeinsame Ziele. Dabei werden zwei Arten unterschieden: Bei der aktiven Lieferantenentwicklung erfolgt eine gemeinsame Festlegung und Durchführung von Maßnahmen, zum Beispiel die Entsendung von Entwicklungsteams, gemeinsame Workshops zur Knowhow-Generierung, die Schulung von Mitarbeitern oder gemeinsame Forschungs- oder Entwicklungsprojekte. Bei der Lieferantenselbstentwicklung optimiert der Lieferant seine Performance. Vom Einkauf gesetzte Ziele müssen vom Lieferanten mit selbstständig definierten Maßnahmen erreicht werden. Praxisbeispiele für eine Lieferantenentwicklung sind: Weiterentwicklung von Logistikkonzepten Audit zur kurzfristigen Problembehebung Weiterentwicklung zum System-/Modullieferanten Lieferantenqualifizierung Die Lieferantenqualifizierung ist ein wichtiges Element im Qualitätsmanagementsystem und wird daher in Kapitel 4.2 näher erläutert. Sie umfasst mehr als nur die reine Auditierung von Lieferanten. 25 Mit sinkender Wertschöpfungstiefe in den Unternehmen steigen die Ansprüche an die Qualität zugekaufter Teile, weshalb die Lieferantenqualifizierung eine neue Bedeutung erfährt. 24 Horst Wildemann, Das Konzept der Einkaufspotenzialanalyse – Bausteine und Umsetzungsstrategien, erschienen in: Handbuch Industrielles Beschaffungsmanagement (2002) 25 GMP-Navigator, https://www.gmp-navigator.com/dnews_05232_Was-sind-die-aktuellen-Anforderungen-an-die-Lieferantenqualifizierung.html, (letzter Aufruf: August 2017) 25

Sammlung

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Anwendung von Werkzeugen der innovativen öffentlichen Beschaffung in der Praxis - Eine Analyse der TED-Datenbank

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