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Strategisches Lieferantenmanagement

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Im Leitfaden "Strategisches Lieferantenmanagement" erfahren die Leser neben allgemeinen Informationen zum Thema auch in Managementsysteme im Lieferantenmanagement ein. Herausgegeben wurde der Leitfaden vom Bundesverband Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik e.V.

3.3 Evaluierung

3.3 Evaluierung Lieferantenbewertung Die Bewertung von Lieferanten sollte transparent, offen und objektiv sein. Die Einhaltung einheitlicher Bewertungskriterien ist essenziell. Zudem ist es wünschenswert, wenn die Bewertung nicht allein durch den Einkauf erfolgt, sondern Fachabteilungen und die Qualitätsabteilung – sogenannte Stakeholder –hinzugezogen werden. Klassischerweise werden im Rahmen der Lieferantenbewertung die Faktoren Kosten, Qualität, Zeit und Potenziale betrachtet. Unterschiede können sich dabei zum Beispiel bei der Bewertung von Dienstleistungen und Produkten ergeben, da bei der Bewertung von Lieferanten im Dienstleistungssektor die Definition geeigneter Key Performance Indicators (KPIs) erschwert ist. Um sicherzustellen, dass jeder Lieferant nach denselben Kriterien bewertet wird, empfiehlt sich die Erstellung eines Lieferantenbewertungsbogens, der folgende Aspekte umfasst: Qualitätsaspekte 20 Arbeitsausführungsqualität Verfügbarkeit verfügbares Know-how Qualifizierung/Leistungsfähigkeit/Mitarbeitereinsatz Koordination beauftragter Subunternehmen Zertifizierungen Qualitätskosten, Fehlerrate Termintreue Termineinhaltung Umgang mit Verzögerungen und Information über Verzögerungen Einhaltung von Absprachen Betreuungsaufwand Sicherheitsaspekte Einhaltung von Sicherheitsstandards zu Arbeits- und Verkehrssicherheit Entsorgung/Umweltschutz Preisaspekte Preis-Leistungs-Verhältnis Preisniveau Preisgestaltung im Vergleich zum Wettbewerb Preisentwicklungen Information über Preisveränderungen Verhalten bei Preisverhandlungen Kundenorientierung/Kommunikation/Service Erreichbarkeit Festlegung von Ansprechpartnern (Bauleitung, Kundenbetreuer usw.) Verhalten gegenüber Kunden, Anwohnern, Behörden und kommunalen Partnern Regionalität Außenwirkung des Lieferanten (zum Beispiel Zustand der Baustellen, Bonität) Qualität von Schriftverkehr, Dokumentation und Abrechnung Flexibilität und Korrektheit bei der Rechnungsstellung Nachbereitung/Reklamationen Umgang mit Nachträgen und Reklamationen Mängelbeseitigung Dokumentation Ausstattung des Lieferanten vorhandener Maschinenpark Arbeitsgeräte mit den erforderlichen Prüfsiegeln Vertragseinhaltung

Baustellen, Bonität) Qualität von Schriftverkehr, Dokumentation und Abrechnung Flexibilität und Korrektheit bei der Rechnungsstellung Nachbereitung/Reklamationen Umgang mit Nachträgen und Reklamationen Mängelbeseitigung Dokumentation Ausstattung des Lieferanten vorhandener Maschinenpark Arbeitsgeräte mit den erforderlichen Prüfsiegeln Vertragseinhaltung Einhaltung der Auftragspflicht sowie vertraglicher Vorgaben Kenntnis des Lieferantenverzeichnisses Vollständigkeit und Nachvollziehbarkeit der Dokumentation Risikobewertung Einhaltung der Versorgungspflicht Planungs- und Kostensicherheit Einhaltung von Sicherheits- und Qualitätsstandards Haftungsrisiken Entsorgungspflichten Lagerung von Werkzeugen Brandschutz und Hochwasserschutz usw. Kreislauf des Lieferantenmanagements Von den Lieferanten wird aber heute auch ein aktiver Innovationsbeitrag erwartet, weshalb Kriterien wie Innovationspotenziale, Flexibilität und Schnelligkeit eine immer größere Rolle spielen. 19 Zudem fließen weitere „neue“ Kriterien verstärkt in die Lieferantenbewertung ein: Total Cost of Ownershop (TCO) Höhe aller anfallenden Kosten Materialkosten Fertigungskosten Overhead-Kosten Logistikkosten Verpackungskosten Reisekosten Kosten für Risikobewertung/Maßnahmen Kosten für fehlende Qualität Skonti, Preisnachlässe Rahmenvereinbarungen Kosten für die Anbindung des Lieferanten Transparenz über die Kostenstruktur Innovation verfügbares Know-how angewendete Technologien des Lieferanten Einsatz digitaler Medien Produkte und Dienstleistungen zukünftige Lösungsansätze Innovationskultur und -umsetzung Innovationspotenziale Kooperation mit Forschungsinstituten und Hochschulen; Integration von Start-ups Nachhaltigkeit Umweltaspekte Schaffung und Anwendung von Umweltmanagementsystemen aktiver Umgang mit ökologischen Herausforderungen Vermeidung von Umwelt- und Gesundheitsschäden Entsorgung Kennzahlen, zum Beispiel Verbrauch (Wasser, Energie), CO 2 - Ausstoß Nutzung erneuerbarer Energiequellen 19 Drozak Consulting GmbH, trend (Ausgabe 04/2015) 21

Sammlung

PCP vs. Innovationspartnerschaft
Strategisches Lieferantenmanagement
Innovationspolitische Eckpunkte
Anwendung von Werkzeugen der innovativen öffentlichen Beschaffung in der Praxis - Eine Analyse der TED-Datenbank

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