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Strategisches Lieferantenmanagement

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Im Leitfaden "Strategisches Lieferantenmanagement" erfahren die Leser neben allgemeinen Informationen zum Thema auch in Managementsysteme im Lieferantenmanagement ein. Herausgegeben wurde der Leitfaden vom Bundesverband Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik e.V.

2. Bestimmung von Zielen

2. Bestimmung von Zielen und Strategien: Definition von Zielen des Kommunikationsmanagements Festlegen von Indikatoren zur Messung dieser Ziele 3. Planung: Welcher Mitarbeiter soll mit dem Lieferanten kommunizieren (einzelne Mitarbeiter oder die ganze Abteilung)? Wie sieht der Kommunikationsmix aus (zum Beispiel Kontaktaufnahme bei Problemen, Regelung zur Abgabe von Anfragen und Angeboten, Festlegen von Bestell- und Stornierungsregelungen)? Damit das Kommunikationsmanagement auch erfolgreich umgesetzt werden kann, gehört es zur Aufgabe der Führungskräfte, die kommunikative Kompetenz der Mitarbeiter zu fördern und die interne Kommunikation sicherzustellen. Das Aufsetzen einer Kommunikationsstrategie ist mit einem nicht zu unterschätzenden Aufwand verbunden. Bei richtigem Einsatz der Kommunikationsinstrumente kann der Nutzen jedoch weitaus größer sein. 3.2 Integration Der Einkauf steht vor der Herausforderung, Innovationen von Lieferanten ins Unternehmen hineinzutragen. Dies kann nur durch eine erfolgreiche Einbindung von Lieferanten in Strukturen und Abläufe gelingen. Die Lieferantenintegration hält in den nächsten Jahren große Entwicklungspotenziale bereit. 12 Dazu gehören unter anderem die frühzeitige Einbindung der Lieferanten in die technische Entwicklung, die logistische Anbindung und die Integration in Produktionsabläufe. Ergebnis einer erfolgreichen Integration ist eine effiziente Vernetzung. Doch nicht nur das Ziel, Lieferanten langfristig zu binden, kann ein Grund für eine Integration sein. Auch fehlendes Know-how im eigenen Unternehmen kann ein Motiv sein. zur Aufnahme dieser Aktivitäten Ziele der Lieferantenintegration Zugang zu Technologien und Innovationen führen. Realisierung von Wettbewerbsvorteilen Erhöhung der Qualität beschleunigter Entwicklungsprozess kostengünstigere Entwicklung und Produktion Wie tief Lieferanten eingebunden werden, ist abhängig vom zu beschaffenden Produkt. Lieferanten früher in Prozesse einzubinden gilt aber in vielen Unternehmen als strategisches Ziel. keine Einbindung von Lieferanten Einbindung in die Ideenfindung Einbindung in die Konzeptentwicklung Einbindung in Forschung und Entwicklung gemeinsamer Prototypenbau und Tests Abbildung 4: Stufen der Lieferantenintegration Bei allen Chancen einer erfolgreichen Einbindung von Lieferanten sollte sich der Einkauf jedoch auch immer möglicher Risiken bewusst sein. So besteht zum einen eine höhere Abhängigkeit von Lieferanten und zum anderen die Gefahr eines Know-how-Verlustes. Um dies zu vermeiden, sind Geheimhaltungsklauseln ein sinnvolles Instrument ( Kapitel 2.5). 12 Drozak Consulting GmbH, trend (Ausgabe 04/2015) 12

In der Praxis können unter anderem die folgenden Formate und Vorgehensweisen zur Umsetzung der Lieferantenintegration genutzt werden: gemeinsame Workshops regelmäßiger Austausch zwischen Einkauf, Qualitätssicherung, technischen Abteilungen und Lieferanten Schulungen von Lieferanten Kreislauf des Lieferantenmanagements Beschaffungsmarktforschung Ziel der Beschaffungsmarktforschung ist die Identifikation potenzieller Lieferanten für bestimmte Bedarfe. So untersucht die Beschaffungsmarktforschung aktuelle und zukünftige Gegebenheiten auf den Beschaffungsmärkten. Untersucht werden beispielsweise Kriterien wie Marktpotenziale, Beschaffungsmengen, Struktur des Beschaffungsmarktes, zukünftige Marktentwicklungen, Wettbewerbssituation, Risiken und mögliche Engpässe. 13 Folgende Quellen bieten sich für eine Beschaffungsmarktforschung an: Internetrecherche Wirtschaftsanalyse Verbände Online-Marktplätze Netzwerke Marktrecherche durch den Lead Buyer im jeweiligen Land Lieferantendatenbanken Beschaffungsdienstleister Eine theoretische Methode, die die Strukturierung des Marktes und die Sammlung von Informationen erleichtert, ist die Gliederung des Marktes in die von Michael E. Porter beschriebenen sogenannten Five Forces, die auch oft als Branchenstrukturanalyse bezeichnet wird. Die identifizierten Kräfte sind hierbei potenzielle Mitbewerber, Kunden, Lieferanten sowie Ersatzprodukte. 14 Lieferantenanalyse Nachdem in der Beschaffungsmarktforschung potenzielle Lieferanten identifiziert wurden, müssen diese im nächsten Schritt analysiert werden. Eine gute und detaillierte Lieferantenanalyse ist Grundlage für die Lieferantenauswahl und -bewertung. Ziel der Lieferantenanalyse ist, die Leistungsfähigkeit der Lieferanten anhand der eingeholten Informationen zu beurteilen. Aus allen potenziellen Lieferanten sollen diejenigen ausgewählt werden, die am besten geeignet sind, die zur Produktion notwendigen Güter in der richtigen Art und Weise und in ausreichender Menge mit möglichst geringen Kosten zur Verfügung zu stellen. 15 Die folgende Tabelle gibt eine Aufstellung über mögliche Kriterien und Auskünfte, die hilfreich sein können. 16 14 http://www.manager-wiki.com/externe-analyse/22-branchenstrukturanalyse-qfive-forcesq-nach-porter (letzter Aufruf: August 2018) 15 FernUniversität in Hagen, Lehrstuhl für Betriebswirtschaftslehre, insb. Unternehmensrechnung und Controlling (2014) 16 Jörg Pfützenreuter, Souveräne Verhandlungsführung; erschienen in BIP, Ausgabe 5/2014 13

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