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PCP vs. Innovationspartnerschaft

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Die KOINNO-Publikation "Vorkommerzielle Auftragsvergabe vs. Innovationspartnerschaft: Abgrenzung zweier Instrumente der innovativen öffentlichen Beschaffung" ist in Kooperation mit der Universität der Bundeswehr München entstanden.

PCP IP

PCP IP Wirtschafts- und Innovationsförderung Zugang für KMU Geistige Eigentumsrechte Kosten Mögliche Probleme Da die Beschaffung von F&E-Leistungen nicht unter das WTO Government Procurement Agreement fällt, können Anbieter dazu angehalten werden, die entsprechenden F&E-Leistungen in Europa oder einem bestimmten Land durchzuführen. Dies fördert die eigene Wirtschaft und Innovationen. Hochinnovative PCP-Verfahren können auch Vorteile der Erstnutzung mit sich bringen und Leitmärkte schaffen bzw. lokale Unternehmen dabei helfen innovative Produkte zu entwickeln. Erleichtert den Zugang für KMU, da das Vertragsvolumen zu Anfang niedrig ist und kontinuierlich mit den Entwicklungsphasen bis zur Beschaffung ansteigt. So können KMU während des Verfahrens wachsen und sich weiterentwickeln, um letztendlich mit größeren Unternehmen um die eigentliche Beschaffung (PPI) zu konkurrieren. Zudem werden keine strikten Ausschlussbzw. Eignungskriterien gesetzt. Die geistigen Eigentumsrechte verbleiben zumeist bei den Anbietern um den Anbietern eine weitere Kommerzialisierung zu ermöglichen. Dadurch sind niedrigere Kosten für die Beschaffung zu erwarten. Schwierig im Vorfeld verlässlich festzulegen und im Nachgang zu messen Auffinden genügend geeigneter Anbieter zur Durchführung der Entwicklung im Wettbewerb (zu wenig Anreiz, da eine letztendliche Beschaffung der Entwickelten Lösung nicht gesichert ist) Probleme hinsichtlich der Ausschreibung bzw. Durchführung, da außerhalb des Verfgaberechts und kein wirkliches Vergabeverfahren. Schwierig die Gesamtkosten abzuschätzen und sie vorab ins Budget einzuplanen. Der IP fällt unter das WTO GPA. Sollte also ein ausländisches Unternehmen den Zuschlag erhalten, gibt es keine Handhabe den Ort der Entwicklungsaktivitäten vorzuschreiben. Falls sich doch Anbieter finden lassen, die ebenfalls in gleiche o- der ähnliche F&E-Leistungen investieren, können nach der Auftragsvergabe nicht mehr um die Umsetzung konkurrieren. Dies kann wiederum Auswirkungen auf die eigene Wirtschaft und Innovationsaktivitäten der Unternehmen haben. Erschwert den Zugang von KMU zu entsprechenden Beschaffungen auf Basis der IP, da die Kombination aus F&E-Leistungen mit angeschlossener Beschaffung häufig ein zu großes Vertragsvolumen für diese Unternehmen mit sich bringt bzw. durch KMUs nur schwierig zu stemmen ist. Zudem müssen strenge Ausschlusskriterien hinsichtlich Qualifikation und finanzieller Garantien gesetzt und erfüllt werden. Die geistigen Eigentumsrechte verbleiben bei der beschaffenden Stelle (sind nicht relevant für den Anbieter, da kein weiterer Markt vorhanden bzw. weitere Kommerzialisierung möglich). Dadurch entstehen zumeist höhere Kosten, da es sich um eine Exklusiventwicklung handelt. Vorher klar definiert und im Nachgang messbar. Schwierig den Bedarf vorab so klar und eindeutig festzulegen bzw. Kosten- und Leistungsniveaus zu definieren. Keine Möglichkeit der Anpassung der Anforderungen an die zu entwickelnde Leistung im Laufe des Verfahrens. Wenig Anreize zur Entwicklung einer hochinnovativen Lösung. KMUs werden aufgrund des Projektvolumens vom Verfahren ausgeschlossen, obwohl diese häufig als innovativer im Vergleich zu etablierten Unternehmen eingeschätzt werden. Tabelle 2: Abgrenzung der vorkommerziellen Auftragsvergabe und der Innovationspartnerschaft 35 35 Vgl. EAFIP (2017), S. 21f; Iossa et al (2016), S. 25; Bos, L. (2015) 25

Quellenverzeichnis Andrecka, Marta (2015), Innovative public-private partenrships, in: Edquist, Charles/Vonortas, Nicholas S./Zabala-Iturriagagoitia, Jon Mikel/Edler, Jakob, 2015, Public Procurement for Innovation, S. 242-267. Aschhoff, B./Sofka, W. (2009), Innovation on demand—Can public procurement drive market success of innovations?, in: Research Policy, 38, 2009, 8, S. 1235-1247. Blome, C. (2007), Öffentliches Beschaffungsmarketing - Ein Kennzahlensystem für das Vergabemanagement, Wiesbaden 2007. BMBF (2006), Die Hightech-Strategie für Deutschland, im Internet: https://www.fona.de/pdf/publikationen/die_hightech_strategie_fuer_deutschland.pdf (Zugriff am 05.09.2017). BMWi (2007), Öffentliches Beschaffungswesen, im Internet: https://www.bmwi.de/BMWi/Redaktion/PDF/Publikationen/gutachten-2-2007,property=pdf,bereich=bmwi,sprache=de,rwb=true.pdf (Zugriff am 05.09.2017). Bos, L. (2015), Introduction to Innovation Procurement, im Internet: http://ec.europa.eu/information_society/newsroom/image/document/2015-50/introduction_to_innovation_procurement_12528.pdf (Zugriff am 05.09.2017). Burgi, M. (2011), Die Förderung sozialer und technischer Innovationen durch das Vergaberecht, in: NZBau, 2011, S. 577 – 583. EAFIP (2017), The EAFIP toolkit – Module 1, im Internet: http://eafip.eu/toolkit/module-1/ (Zugriff am 05.09.2017). Edler, J./Georghiou, L. (2007), Public procurement and innovation - Resurrecting the demand side, in: Research Policy, 36, 2007, 7, S. 949-963. Edquist, C./Zabala-Iturriagagoitia, J.M. (2012), Public Procurement for Innovation as mission-oriented innovation policy, in: Research Policy, 41, 2012, 10, S. 1757-1769. EFI (2013): Gutachten zu Forschung, Innovation und technologischer Leistungsfähigkeit Deutschlands, im Internet: http://www.e-fi.de/fileadmin/Gutachten/EFI_2013_Gutachten_deu.pdf (Zugriff am 05.09.2017). Eßig M./Schaupp M. (2016), Konzeption einer „innovativen öffentlichen Beschaffung“ (IÖB), im Internet: http://de.koinno-bmwi.de/information/publikationen/konzeptioneiner-innovativen-offentlichen-beschaffung-iob (Zugriff am 05.09.2017). Europäische Kommission (2006): Pre-Commercial Procurement of innovation. A missing link in the european innovation cycle, im Internet: ftp://ftp.cordis.europa.eu/pub/ ist/docs/pre-commercial_procurement_of_innovation.pdf (Zugriff am 05.09.2017). Europäische Kommission (2007a), Das Konzept der vorkommerziellen Auftragsvergabe als Beispiel für die Kosten-Nutzen-Teilung bei der Vergabe von FuE-Dienstleistungsaufträgen zu marktüblichen Bedingungen - SEK(2007) 1668, im Internet: http://ec.europa.eu/newsroom/document.cfm?doc_id=42736 (Zugriff am 05.09.2017). 26

Sammlung

PCP vs. Innovationspartnerschaft
Strategisches Lieferantenmanagement
Innovationspolitische Eckpunkte
Anwendung von Werkzeugen der innovativen öffentlichen Beschaffung in der Praxis - Eine Analyse der TED-Datenbank

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