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PCP vs. Innovationspartnerschaft

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Die KOINNO-Publikation "Vorkommerzielle Auftragsvergabe vs. Innovationspartnerschaft: Abgrenzung zweier Instrumente der innovativen öffentlichen Beschaffung" ist in Kooperation mit der Universität der Bundeswehr München entstanden.

Auswahlentscheidung

Auswahlentscheidung Bewertung der Zwischenziele / Bezahlung Bewertung der Zwischenziele / Bezahlung diese Möglichkeiten bestehen und unter welchen Umständen davon Gebrauch gemacht werden kann. (10) Nach Abschluss der Forschungs- und Entwicklungsphase ist der öffentliche Auftraggeber zum anschließenden Erwerb der innovativen Liefer- oder Dienstleistung nur dann verpflichtet, wenn das bei Eingehung der Innovationspartnerschaft festgelegte Leistungsniveau und die Kostenobergrenze eingehalten werden. Hierbei berechnet sich der entsprechende Auftragswert nach §3 Abs. 5 der VgV folgendermaßen: (5) Der zu berücksichtigende Wert im Falle einer Innovationspartnerschaft entspricht dem geschätzten Gesamtwert der Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten, die während sämtlicher Phasen der geplanten Partnerschaft stattfinden sollen, sowie der Bau-, Lieferoder Dienstleistungen, die zu entwickeln und am Ende der geplanten Partnerschaft zu beschaffen sind. Ebenso ist in §42 und §52 VgV definiert, dass der öffentliche Auftraggeber nur Anbieter zur Abgabe eines Angebots auffordert, die ihre Eignung nachweisen bzw. nicht ausgeschlossen wurden (Teilnahmewettbewerb). 2.2.3 Prozess Der Ablauf der IP orientiert sich an dem in Abbildung 7 dargestellten Prozess der Produktentwicklung: Innovationspartnerschaft Firma A Firma B Firma C Firma D Firma E Firma C Firma C Firma C Phase 0 Phase 1 Phase 2 Phase 3 Ausschreibung, Teilnahmewettbewerb/Verhandlung & Auswahl des Partners Lösungserkundung & Lösungsentwicklung Lösungserprobung Markteinführung bzw. Beschaffung des Produkts/ Dienstleistung Ausschreibung Produktentwicklung Beschaffung Marktnachfrage Start der Innovationspartnerschaft Zwischenbewertung anhand der festgelegten Kosten- und Leistungsniveaus Abbildung 5: Schematischer Ablauf der Innovationspartnerschaft 28 Zwischenbewertung anhand der festgelegten Kosten- und Leistungsniveaus Endprodukt 28 Procurement of Innovation Platform (2016); Gomes,P. C: (2014) 17

0) Ausschreibung, Teilnahmewettbewerb / Verhandlung & Auswahl des Partners: In dieser wettbewerblichen Phase vor dem eigentlichen Beginn und Prozess der IP, wird der geeignete Partner entsprechend VgV §19 Abs. 1 ausgewählt. Hierbei sind u.a. Fähigkeiten und Erfahrungen der Unternehmen auf dem Gebiet der F&E sowie der Ausarbeitung und Umsetzung innovativer Lösungen relevant. Die Auftragsvergabe erfolgt auf Basis der Wirtschaftlichkeit, sprich des besten Preis (Kosten)-Leistungs-Verhältnisses. Dabei stützt sich die IP auf die Regelungen zum Verhandlungsverfahren, welche dem öffentlichen Auftraggeber auch die Möglichkeit gibt die Angebote bzw. die Inhalte zu optimieren, um diese besser auf die Zuschlagskriterien und minimalen Anforderungen abzustimmen. 1) Lösungserkundung & Lösungsentwicklung: In dieser Phase entwickelt der Partner unter ständiger Einbeziehung des der beschaffenden Stelle und des Bedarfsträgers einen ersten Lösungsansatz bzw. Prototyp. Am Ende dieser Phase erfolgt eine Zwischenbewertung anhand vorher festgelegter Kosten- und Leistungs-Niveaus. Sollten diese verfehlt werden, kann der öffentliche Auftraggeber die IP beenden. So kann er bspw. auch bei parallelen IP die Anzahl an Partnern im Laufe des Prozesses reduzieren. Falls erforderlich, kann diese Phase noch in weitere Schritte inklusive entsprechender Zwischenbewertungen aufgeteilt werden. 2) Lösungserprobung: Diese Phase ist ebenfalls ein Teil der Produktentwicklung. Dennoch ist anzumerken, dass die F&E-Leistungen in dieser Phase zum Großteil abgeschlossen sind, da der Fokus auf der Lösungserprobung bzw. der Verifizierung der Anwendbarkeit der entwickelten Lösung liegt. Am Ende sollte das Produkt bzw. die Lösung den Kostenund Leitungsniveaus entsprechen, die letztendlich den Ausschlag zu einer kommerziellen Beschaffung geben. Sollten diese Niveaus nicht erreicht werden, kann der öffentlche Auftraggeber weitere Optimierungen einfordern oder die IP beenden. 3) Markteinführung bzw. Beschaffung: In diese kommerzielle Phase fallen die eigentliche Beschaffung, die Produktion sowie die Implementierung des entwickelten Produkts bzw. der Lösung innerhalb des Anwendungsbereichs. Die Lieferung des Beschaffungsobjekts bzw. die vollständige Implementierung stellt das Ende der IP dar. Die Vergütung kann von der Erreichung der Zwischenziele abhängig gemacht werden. Zwischenziele und die Zahlung der Vergütung sind daher festzusetzen, bevor die Entwicklungsphase beginnt. Die Zwischenziele sollten so bestimmt werden, dass sie dem Aufraggeber eine laufende Qualitätssicherung nach Abschluss des Wettbewerbs ermöglichen. Durch eine Definition der Zwischenziele schon im Vergabeverfahren kann darüber hinaus der Gefahr von Wettbewerbsverzerrungen durch Abweichungen der erbrachten Leistung von der ausgeschriebenen Leistung begegnet werden. Ginge das Ergebnis der Entwicklungsphase nämlich über die ursprünglich in den Vergabeunterlagen beschriebenen Leistungsziele hinaus, würde der anschließende Erwerb dieser Leistung faktisch ohne Wettbewerb erfolgen. 29 29 Vgl. Püstow, M./Meiners, J. (2016) 18

Sammlung

PCP vs. Innovationspartnerschaft
Strategisches Lieferantenmanagement
Innovationspolitische Eckpunkte
Anwendung von Werkzeugen der innovativen öffentlichen Beschaffung in der Praxis - Eine Analyse der TED-Datenbank

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